Gesund im Alter durch mehr Bewegung mit generationsübergreifenden Spielplätzen (Seniorenspielplätze) An den abwechslungsreichen Trainingsgeräten kann jedermann seine Freude an sportlicher
Betätigung wiederfinden.
Lebensbegleitende Fitness für alle Alterstufen
Mit Blick auf die zunehmende Lebenserwartung der Deutschen stellen sich viele Menschen zunehmende die Frage, wie man auch im Alter körperlich gesund und geistig aktiv bleiben kann. Um eine Grundregel kommen alle, die bis ins hohe Alter fit bleiben möchten, nicht herum: „Das A und O ist Bewegung“, sagte der Heidelberger Sportmediziner Armin Wiesemann dem Magazin Reader’s Digest (Ausgabe 6/2006). Denn regelmäßige Bewegung schützt vor so vielen Krankheiten und Beschwerden, dass man sie kaum aufzählen kann: Bluthochdruck, Arteriosklerose, Zuckerkrankheit, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Osteoporose – und einiges mehr.
Gesundheitsexperten empfehlen, täglich mindestens eine halbe Stunde etwas für die Fitness zu tun. „Heute können Menschen biologisch zehn bis 20 Jahre jünger sein, als sie dem Kalender nach sind“, so der Augsburger Internist und Sportmediziner Peter Konopka.
Soziale Kontakte sind wichtig
Wissenschaftler haben außerdem herausgefunden, dass regelmäßige sportliche Betätigung nicht nur den Körper fit hält, sondern sich auch auf die geistige Beweglichkeit auswirkt und Erkrankungen wie Alzheimer und Depressionen vorbeugt. Ein ganz wichtiger Aspekt sind dabei die sozialen Kontakte, die beim gemeinsamen Sport entstehen. Wer Menschen kennenlernt und kommuniziert, beugt nicht zuletzt auch der Vereinsamung im Alter vor. Das alte Sprichwort „Wer rastet, der rostet“ ist heute aktueller denn je.
Wie viel Bewegung ist empfehlenswert?
Ein optimales Maß an Bewegung steigert das Wohlbefinden. Doch was ist optimal? Generell gilt: Wer nicht zu hart trainiert und die sportliche Betätigung als angenehm empfindet, wird seine Aktivitäten mit hoher Wahrscheinlichkeit auch fortführen und die Flinte nicht ins Korn werfen. Wer auch nur ein wenig mehr tut, als er es gewohnt ist, und nur 500 bis 1000 Kalorien pro Woche durch zusätzliche sportliche Tätigkeit verbraucht, tut eine ganze Menge für seine Gesundheit. Eine regelmäßige körperliche Aktivität in einer Ausdauersportart wie Laufen, Schwimmen, Radfahren und Wandern vermindert das Herzinfarktrisiko und wirkt sich generell günstig auf die Sauerstoffversorgung des ganzen Organismus aus.
Bis zu welchem Alter kann man trainieren?
Dass Sport im Alter gefährlich ist, ist eine weit verbreitete und falsche Ansicht. Mit maßvollem Sport kann in jedem Alter noch begonnen werden. Das Kreislaufsystem und die Muskulatur sind auch ab 70 noch trainierbar. Der dadurch verbundene Gewinn an Sicherheit und Wohlbefinden ist meist verblüffend.
Studien bestätigen: Bewegung ist ein Wundermittel
Körperliche Aktivität ist das beste Mittel gegen Demenz im Alter. Eine Analyse von Studien der vergangenen zehn Jahre ergab zwar, dass auch gute Ernährung, Bildung und positives Denken das Gehirn jung halten. Der wichtigste Faktor ist nach einer Untersuchung der irischen Universität Dublin zufolge jedoch körperliche Betätigung. Die Forscher gehen davon aus, dass Körperübungen dazu beitragen, dass neue Gehirnzellen entstehen und sich miteinander vernetzen. „Für Menschen über 50 ist Bewegung eine Art Wundermittel, das geistig agiler und weniger vergesslich macht und den Verlust des Scharfsinns hinauszögert“, bilanziert Untersuchungsleiter Ian Robertson im Magazin „Nature“.
Regelmäßige körperliche Bewegung fördert und erhält die körperliche und die geistige Leistungsfähigkeit und wirkt sich auf alle Organe positiv aus.
- Das Risiko für eine Herz-Kreislauferkrankung (Arteriosklerose, Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen) ist bei körperlich Aktiven nur halb so hoch wie bei körperlich Nicht-Aktiven.
- Körperliche Aktivität hat eine positive Wirkung beispielsweise auf Diabetes, auf den Verlauf der Osteoporose und beugt einer Schwächung der Muskulatur vor.
- Auch das Risiko, an Krebs zu erkranken, ist für sportlich aktive Menschen geringer.
- Regelmäßige sportliche Betätigung fördert nicht nur die körperliche, sondern auch die seelisch-geistige Gesundheit. Ausreichende Bewegung hilft, Stress, Angst und Ärger zu mildern.
„Schicken Sie Ihre Senioren zum Krafttraining!“, appellieren Sportmediziner um Privatdozent Frank Mayer aus Freiburg an niedergelassene Ärzte. Denn kräftige Muskeln schützten vor Stürzen und Gelenkerkrankungen. Krafttraining kann auch die Beschwerden von Osteoporose – eine Skeletterkrankung mit reduzierter Knochenmasse – deutlich lindern, hat Monika Siegrist von der Technischen Universität München nachgewiesen. 69 Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren mit leicht erniedrigter Knochendichte trainierten zweimal pro Woche sowohl mit gymnastischen Übungen als auch mit Geräten. In allen Vergleichsgruppen zeigt die Bewegung positive Effekte, am stärkten jedoch dort, wo auch mit Krafttrainingsgeräten geübt wurde. Diese Teilnehmerinnen gaben im gesamten Studienzeitraum an, sich besser zu fühlen und weniger Schmerzen zu haben. Außerdem nahmen Muskulatur und Knochenfläche zu.
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